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Google Unternehmensprofil optimieren: die Checkliste

Zwölf Punkte, mit denen Ihr Eintrag in Google Suche und Maps vollständig, richtlinienkonform und für KI-Antworten brauchbar wird. Jeder Punkt ist an den Hilfeseiten von Google geprüft.

Stand: Oktober 2026Lesezeit: 10 MinutenDR Automation, Büdingen

Kurz gesagt

  • Das Google Unternehmensprofil ist kostenlos. Google ordnet lokale Treffer nach Relevanz, Entfernung und Bekanntheit; ein besseres Ranking lässt sich laut Google nicht kaufen.
  • Die wichtigsten Hebel: eine präzise Hauptkategorie, vollständige Leistungen, aktuelle Öffnungszeiten, echte Fotos und laufend neue Bewertungen, die Sie beantworten.
  • Die Funktion „Fragen und Antworten“ baut Google seit Dezember 2025 ab. Antworten auf Kundenfragen entstehen zunehmend per KI aus Ihren Angaben und aus Bewertungen.
  • Bewertungen gegen Rabatt, Geschenk oder Geld verbieten die Google-Richtlinien. Gefälschte Bewertungen zu beauftragen, ist nach deutschem Wettbewerbsrecht stets unzulässig.
  • Google zählt ein aktuelles Unternehmensprofil ausdrücklich zu den Grundlagen für die Sichtbarkeit in KI-Übersichten und im KI-Modus.

Ein Google Unternehmensprofil optimieren heißt: alle Angaben vollständig und korrekt eintragen, die passende Hauptkategorie wählen, Leistungen und Fotos pflegen und regelmäßig echte Bewertungen sammeln und beantworten. Das kostet kein Geld, nur Zeit für die Einrichtung und danach eine feste Pflegeroutine. Die folgende Checkliste hält sich an die Regeln, die Google selbst veröffentlicht, Stand Oktober 2026.

Warum das Google Unternehmensprofil so viel entscheidet

Wer „Steuerberater in der Nähe“ oder „Heizung Notdienst Friedberg“ sucht, sieht zuerst die Karte mit den Einträgen aus Google Maps. Diese Einträge sind Unternehmensprofile. Google ordnet sie nach drei Faktoren: Relevanz (passt das Profil zur Suche?), Entfernung (wie nah ist der Betrieb?) und Bekanntheit (Bewertungen, Links und Erwähnungen im Netz). Auf die Entfernung haben Sie keinen Einfluss, auf Relevanz und Bekanntheit sehr wohl. Und Google stellt klar: Ein besseres lokales Ranking kann man nicht einfordern, auch nicht gegen Bezahlung.

Die Checkliste: 12 Punkte für Ihr Unternehmensprofil

#PunktWas Sie tunRegel von Google
1BestätigenProfil beanspruchen und Bestätigung abschließenTelefon, SMS, E-Mail, Video oder Postkarte; Prüfung bis zu fünf Werktage
2NameGenau so wie auf Schild, Briefpapier und RechnungZusätze im Namen können zur Sperrung führen
3Adresse oder EinzugsgebietAdresse nur zeigen, wenn Kunden zu Ihnen kommenBis zu 20 Gebiete, höchstens etwa zwei Autostunden Umkreis
4KategorienEine präzise Hauptkategorie, wenige passende weitereEine Haupt- plus bis zu neun weitere Kategorien
5LeistungenJede Leistung einzeln mit kurzer BeschreibungKeine Preise oder Telefonnummern im Leistungsnamen
6BeschreibungWas, für wen, wo, seit wannHöchstens 750 Zeichen
7ÖffnungszeitenReguläre Zeiten plus Feiertage und BetriebsferienSonderöffnungszeiten separat eintragen
8Kontakt und LinksDirekte Nummer, Website, Link zur TerminbuchungNummer soll zum Standort führen, keine Callcenter-Nummer
9Fotos und VideosLogo, Titelbild, Team, Räume, ArbeitsbeispieleJPG oder PNG, 10 KB bis 5 MB, empfohlen 720 × 720 Pixel; Videos bis 30 Sekunden
10BeiträgeNeuigkeiten, Angebote, VeranstaltungenOhne Zeitraum nach sechs Monaten archiviert
11Bewertungen sammelnLink oder QR-Code nach jedem AuftragKeine Gegenleistung, nicht nur zufriedene Kunden fragen
12Bewertungen beantwortenJede Bewertung, sachlich und freundlichAntworten werden geprüft, meist in Minuten, selten bis 30 Tage

Punkt 1 bis 3: die Grundlagen, die stimmen müssen

Bestätigen: Erst nach der Bestätigung (Google sagt auch „Verifizierung“) erscheinen Ihre Änderungen in Suche und Maps. Google bietet je nach Betrieb Telefon, SMS, E-Mail, einen Videoanruf, eine Videoaufnahme oder eine Postkarte an. Die Prüfung kann bis zu fünf Werktage dauern, manchmal geht es sofort.

Name: Tragen Sie den Namen ein, den Ihr Betrieb auch im echten Leben trägt. „Müller Haustechnik“ ist richtig, „Müller Haustechnik Büdingen Notdienst 24h günstig“ nicht. Google schreibt, dass unnötige Zusätze im Namen zur Sperrung des Profils führen können.

Adresse oder Einzugsgebiet: Kommen Kunden nicht zu Ihnen, sondern Sie zu den Kunden, entfernen Sie laut Google die Adresse und legen stattdessen ein Einzugsgebiet fest: bis zu 20 Orte oder Regionen, nicht weiter als etwa zwei Autostunden vom Standort.

Punkt 4 bis 6: Kategorien, Leistungen, Beschreibung

Die Hauptkategorie ist die wichtigste Einzelangabe für die Relevanz. Wählen Sie die genaueste, die es gibt: Google nennt als Beispiel „Nagelstudio“ statt „Studio“. Dazu kommen bis zu neun weitere Kategorien, aber nur für Bereiche, die Ihr Betrieb wirklich anbietet, nicht eine pro Produkt. Eigene Kategorien lassen sich nicht anlegen. Achtung: Nach einem Kategoriewechsel kann Google eine erneute Bestätigung verlangen.

Unter Leistungen listen Sie jede Dienstleistung einzeln, gern mit Beschreibung und Preis. Das ist der Ort, an dem Sie Suchbegriffe unterbringen dürfen, die nicht in den Namen gehören. Die Beschreibung hat höchstens 750 Zeichen: Was bieten Sie an, für wen, in welcher Region, seit wann, und was unterscheidet Sie?

Punkt 7 und 8: Öffnungszeiten und Kontakt

Falsche Öffnungszeiten kosten Vertrauen, sobald der erste Kunde vor verschlossener Tür steht. Tragen Sie neben den regulären Zeiten auch Feiertage und Betriebsferien als Sonderöffnungszeiten ein. Verlinken Sie Ihre eigene Website, bei mehreren Standorten die jeweilige Standortseite, und wenn möglich einen Link zur Online-Terminbuchung.

Punkt 9 und 10: Fotos und Beiträge

Fotos zeigen, was ein Text nicht zeigen kann: Ihr Team, Ihre Räume, Ihre Arbeit. Google empfiehlt scharfe, gut ausgeleuchtete Bilder ohne starke Filter; neue Fotos erscheinen nach 24 bis 48 Stunden. Beiträge gibt es als „Aktuelles“, „Angebote“ und „Veranstaltungen“. Ein kurzer Beitrag im Monat zu einem abgeschlossenen Projekt oder einer saisonalen Leistung zeigt Interessenten, dass der Betrieb aktiv ist.

Bewertungen sammeln: Was Google erlaubt und was nicht

Bewertungen zählen zur Bekanntheit, und sie entscheiden oft, wen ein Interessent anruft. Am einfachsten sammeln Sie sie mit dem Bewertungslink oder QR-Code, den Google im Profil unter „Mehr Rezensionen erhalten“ bereitstellt. Google schlägt selbst vor, ihn auf Belege, in Dankes-E-Mails oder als Aushang ins Geschäft zu setzen. Persönlich bitten sollten Sie erst, wenn der Kunde wieder weg ist: Google untersagt, Kunden noch vor Ort zur Bewertung aufzufordern. Die Grenzen sind klar geregelt:

ErlaubtNicht erlaubt
Kunden nach einem echten Auftrag um eine Bewertung bittenRabatte, Geschenke oder Geld für eine Bewertung
Link oder QR-Code auf Rechnung, in der Dankes-E-Mail, im LadenNur zufriedene Kunden gezielt fragen oder negative Bewertungen verhindern
Alle Kunden gleich behandeln, auch die kritischenKunden auffordern oder drängen, noch vor Ort zu bewerten
Einen QR-Code passiv im Geschäft aushängenBestimmte Inhalte vorgeben, etwa den Namen eines Mitarbeiters
Bewertungen melden, die gegen Richtlinien verstoßenMitarbeitenden eine Quote an Bewertungen vorgeben
Auf jede Bewertung öffentlich antwortenGekaufte Bewertungen oder Bewertungen über Mitbewerber

Neben Google setzt auch das Gesetz Grenzen: Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) zählt das Übermitteln oder Beauftragen gefälschter Verbraucherbewertungen ausdrücklich zu den stets unzulässigen Geschäftspraktiken.

Antworten: Beantworten Sie jede Bewertung, nicht nur die schlechten. Bei Lob genügt ein persönlicher Satz, der den konkreten Auftrag aufgreift. Bei Kritik: sachlich bleiben, den Punkt anerkennen, ein Gespräch anbieten und keine Details über den Kunden nennen. Ihre Antwort lesen später auch alle anderen Interessenten.

Was ist aus „Fragen und Antworten“ geworden?

Viele ältere Anleitungen empfehlen noch, eigene Fragen im Profil zu stellen und zu beantworten. Das ist überholt. Google hat die Schnittstelle für Fragen und Antworten am 3. November 2025 abgeschaltet und im Dezember 2025 bestätigt, die Funktion in Google Maps durch eine KI-Funktion zu ersetzen: Kunden stellen ihre Frage direkt und erhalten eine Sofortantwort, die laut Google auf Ihren Antworten und passenden Bewertungen beruht.

Für Sie bedeutet das: Die Antworten auf typische Kundenfragen gehören jetzt in die Beschreibung, in die Leistungen, in die Merkmale (zum Beispiel barrierefrei, Parkplätze) und auf Ihre Website, etwa in einen Abschnitt mit häufigen Fragen. Je klarer diese Angaben sind, desto besser kann die KI richtig antworten.

NAP-Konsistenz und Verknüpfung mit der Website

NAP steht für Name, Adresse, Telefonnummer. Diese drei Angaben sollten überall gleich lauten: im Profil, im Impressum und im Fußbereich Ihrer Website, in Branchenverzeichnissen und sozialen Netzwerken. Google verlangt, das Unternehmen so darzustellen wie außerhalb des Internets. Widersprüche, etwa eine alte Adresse in einem Verzeichnis, machen es Google und Kunden unnötig schwer.

Auf der Website helfen strukturierte Daten, also ein unsichtbarer Code-Baustein, der Suchmaschinen Name, Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten in fester Form mitteilt. Google nennt dafür den Typ „LocalBusiness“; Pflicht sind Name und Adresse, empfohlen unter anderem Öffnungszeiten, Telefon und Website. Zwei Grenzen sollten Sie kennen: Die Angaben müssen mit dem sichtbaren Text übereinstimmen. Und Sterne für Bewertungen, die Sie selbst auf Ihrer Website sammeln oder einbinden, zeigt Google für das eigene Unternehmen nicht als Sterne in den Suchergebnissen an.

Warum das Profil auch für Google-KI-Antworten zählt

Google beantwortet viele Suchen inzwischen mit KI-Übersichten und im KI-Modus. In der Anleitung für Websitebetreiber zu diesen KI-Funktionen nennt Google ausdrücklich: „Prüfe, ob die Informationen im Merchant Center und im Unternehmensprofil auf dem neuesten Stand sind.“ Spezielle KI-Dateien oder besondere strukturierte Daten seien dafür nicht nötig. Ein gepflegtes Profil ist also keine Zusatzaufgabe für die KI-Suche, sondern ihre Grundlage. Wer Profil, Website und Erwähnungen gezielt für KI-Antworten aufbereitet, betreibt GEO-Optimierung (Generative Engine Optimization). Was sich durch den KI-Modus sonst ändert, lesen Sie im Artikel Google KI-Modus und AI Overviews. Wie Sie darüber hinaus in ChatGPT und Perplexity sichtbar werden, erklärt In ChatGPT gefunden werden.

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Sichtbar in Google und in KI-Antworten

Wir prüfen Ihr Unternehmensprofil und Ihre Website zusammen und bringen beides auf einen Stand, den Google und KI-Suchen verstehen. Mit festem Umfang, vor dem Start vereinbart.

Mehr zur GEO-Optimierung

Typische Fehler im Unternehmensprofil

  • Suchbegriffe im Namen: Ort, Leistung oder „günstig“ im Firmennamen riskieren die Sperrung.
  • Zu allgemeine Hauptkategorie: „Handwerker“ statt „Elektriker“, oder eine eigene Kategorie für jede Kleinigkeit.
  • Vergessene Feiertage: Das Profil zeigt „geöffnet“, die Tür ist zu.
  • Doppelte Profile: Nach Umzug oder Inhaberwechsel existieren zwei Einträge, Bewertungen verteilen sich.
  • Bewertungen gegen Gegenleistung: verboten und bei Entdeckung ein Risiko für das ganze Profil.
  • Nur Kritik beantworten: Wer nur auf schlechte Bewertungen reagiert, wirkt defensiv.
  • Einrichten und vergessen: Nutzer können Änderungen an Ihrem Eintrag vorschlagen. Wer nie hineinschaut, merkt falsche Angaben nicht.

So halten Sie das Profil mit wenig Aufwand aktuell

WannWas
WöchentlichNeue Bewertungen beantworten, vorgeschlagene Änderungen prüfen
MonatlichEin Beitrag, neue Fotos von aktuellen Arbeiten, Statistik im Profil ansehen (Anrufe, Routen, Website-Klicks)
Vor Feiertagen und UrlaubSonderöffnungszeiten eintragen
VierteljährlichKategorien, Leistungen und Beschreibung prüfen; Name, Adresse und Telefonnummer mit Website und Verzeichnissen abgleichen

Das Bitten um Bewertungen lässt sich gut automatisieren: Eine kurze Dankes-E-Mail mit Bewertungslink geht nach jedem abgeschlossenen Auftrag automatisch an alle Kunden. So fragen Sie gleichmäßig, wie Google es verlangt. Wie das Profil mit anderen Wegen der Kundengewinnung zusammenspielt, zeigt der Artikel Neukunden gewinnen. Wenn Sie Profil, Website und KI-Sichtbarkeit in einem Zug angehen wollen, finden Sie das auf unserer Seite zur GEO-Optimierung.

Häufige Fragen

Was kostet ein Google Unternehmensprofil?

Das Profil ist bei Google kostenlos. Auch ein besseres Ranking in der lokalen Suche kann man laut Google nicht kaufen. Kosten entstehen nur für die eigene Zeit oder für einen Dienstleister, der Einrichtung und Pflege übernimmt.

Wie lange dauert die Bestätigung des Unternehmensprofils?

Google nennt bis zu fünf Werktage, in seltenen Fällen länger. Manchmal wird ein Profil sofort bestätigt. Welche Methode Sie bekommen (Telefon, SMS, E-Mail, Video oder Postkarte), entscheidet Google je nach Betrieb.

Brauche ich ein Ladengeschäft für ein Unternehmensprofil?

Nein. Betriebe, die zu ihren Kunden fahren, legen ein Einzugsgebiet fest und blenden die Adresse aus. Google erlaubt bis zu 20 Gebiete, die nicht weiter als etwa zwei Autostunden vom Standort entfernt liegen sollten.

Darf ich Kunden um eine Google-Bewertung bitten?

Ja, wenn die Bewertung auf einer echten Erfahrung beruht und Sie keine Gegenleistung anbieten. Fragen Sie alle Kunden gleich, nicht nur die zufriedenen, und nicht, solange sie noch vor Ort sind; eine Dankes-E-Mail mit Bewertungslink nach dem Auftrag ist der saubere Weg. Rabatte, Geschenke oder Geld für Bewertungen sind verboten.

Kann ich eine negative Google-Bewertung löschen lassen?

Nur wenn sie gegen die Richtlinien von Google verstößt, etwa weil sie beleidigend ist oder offensichtlich nicht von einem Kunden stammt. Dann können Sie sie im Profil melden. Ansonsten hilft eine sachliche, freundliche Antwort mehr als jeder Löschversuch.

Gibt es die Funktion „Fragen und Antworten“ noch?

Google baut sie seit Dezember 2025 ab und ersetzt sie in Maps durch KI-Antworten auf Kundenfragen. Bestehende Antworten können noch eine Rolle spielen, neue Inhalte gehören aber in Beschreibung, Leistungen, Merkmale und auf Ihre Website.

Quellen

Stand: Oktober 2026. Funktionen und Richtlinien von Google ändern sich laufend; maßgeblich ist die jeweils aktuelle Google-Hilfe. Keine Rechtsberatung.