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Was kostet eine Website 2026?

Marktpreise für Baukasten, Freelancer und Agentur, die laufenden Kosten pro Jahr und die Posten, die in vielen Angeboten fehlen. Mit Quellen statt Bauchgefühl, damit Sie Angebote richtig vergleichen.

Stand: Oktober 2026Lesezeit: 10 MinutenDR Automation, Büdingen

Kurz gesagt

  • Selbst bauen: Ein Homepage-Baukasten kostet bei STRATO und IONOS 7 bis 33 € im Monat (Listenpreise Oktober 2026). Die Arbeit machen Sie selbst.
  • Erstellen lassen: Eine kleine Firmenwebsite mit bis zu fünf Seiten kostet laut aktuellen Marktübersichten meist 2.500 bis 5.000 €, ein One-Pager 1.000 bis 3.500 €, eine größere Firmenwebsite 4.500 bis 12.000 €.
  • Laufende Website-Kosten: Hosting gibt es ab rund 5 € im Monat, eine .de-Domain kostet einzeln rund 15 € im Jahr. Wartung reicht von etwa 10 bis 20 € bis zu 300 € im Monat, je nach Leistung.
  • Billig kann teuer werden: In einer Studie von Deloitte im Auftrag von Google brachte eine um 0,1 Sekunden schnellere mobile Ladezeit Websites, die Anfragen sammeln, 21,6 % mehr Besucher bis zur Formularseite.

Was kostet eine Website? Preise nach Art der Website

Was eine Website kostet, hängt vor allem von drei Dingen ab: wie viele Seiten sie hat, welche Funktionen sie braucht und wer Texte und Fotos liefert. Eine unabhängige Preisstatistik für Websites haben wir nicht gefunden. Es gibt aber Preisübersichten von Agenturen und Ratgeberseiten. Wir haben fünf aktuelle Übersichten aus 2026 nebeneinandergelegt. Wo sie übereinstimmen, können Sie mit diesen Spannen rechnen.

Art der WebsiteÜbliche SpanneWas die Quellen nennen
One-Pager (alles auf einer Seite)1.000 bis 3.500 €Kopf & Stift: 1.000 bis 2.500 €; Marketing Planet: 1.500 bis 3.500 €
Kleine Firmenwebsite (bis 5 Seiten)2.500 bis 5.000 €Kopf & Stift: 2.500 bis 5.000 €; Neuzeitwerber: 2.500 bis 4.500 €
Größere Firmenwebsite (ab etwa 6 Seiten)4.500 bis 12.000 €Kopf & Stift (ab 10 Seiten): 5.000 bis 12.000 €; Marketing Planet (6 bis 10 Seiten): 5.000 bis 12.000 €; Neuzeitwerber (10 bis 25 Seiten): 4.500 bis 12.000 €
Website mit Extras (Buchung, mehrsprachig, Schnittstellen)ab etwa 12.000 €Marketing Planet: ab ca. 12.000 €
Kleiner Online-Shop3.000 bis 15.000 €David Keiser (20 bis 50 Produkte): 3.000 bis 10.000 €; Kopf & Stift (einfach): 8.000 bis 15.000 €, komplex 15.000 bis 40.000 €
Richtwerte der jeweiligen Anbieter, Stand März bis September 2026. Ob netto oder brutto, geben die Übersichten nicht immer an. Links unter „Quellen“.

Die fünfte Übersicht, Website-Wissen (März 2026), teilt nach Anbieter: eine einfache Website ab etwa 750 € beim Freelancer, ab etwa 1.500 € bei einer kleinen Agentur.

Ein Beispiel aus dem Alltag: Ein Elektrobetrieb mit acht Mitarbeitern braucht Startseite, Leistungen, Referenzen, Über uns, Karriere und Kontakt. Das ist eine kleine Firmenwebsite. Liefert der Betrieb Texte und Fotos selbst, landet er eher im unteren Teil der Spanne. Schreibt die Agentur die Texte, organisiert Fotos und bindet eine Online-Bewerbung an, eher im oberen.

Baukasten, Freelancer oder Agentur: Was passt zu Ihnen?

WegKostenPasst, wennAchten Sie auf
Baukasten, selbst gebautSTRATO 7 bis 20 €, IONOS 12 bis 33 € im Monat (Einstiegsrabatte in den ersten Monaten)Sie neu starten, wenig Budget, aber Zeit habenIhre eigene Arbeitszeit, Grenzen bei Gestaltung und Funktionen, Wechsel zu einem anderen Anbieter
FreelancerStundensatz Software- und Webentwicklung im Mittel 90 € (freelancermap 2026); Projekte laut Übersichten ab etwa 750 € bis 8.000 €Das Projekt klar umrissen ist und Sie einen direkten Ansprechpartner wollenVertretung bei Urlaub und Krankheit, Betreuung nach dem Start
AgenturProjekte laut Übersichten etwa 4.000 bis 15.000 €; Stundensätze laut Kopf & Stift 100 bis 180 €Text, Gestaltung, Technik und Sichtbarkeit aus einer Hand kommen sollenWer wirklich am Projekt arbeitet, Festpreis oder Abrechnung nach Stunden

Zur Einordnung der Stundensätze: Der Freelancer-Kompass 2026 von freelancermap (5.412 Befragte, veröffentlicht am 17. März 2026) nennt 103 € als durchschnittlichen Stundensatz über alle Fachgebiete. Für Software- und Webentwicklung liegt der mittlere Wert bei 90 €. Der Vergütungstarifvertrag Design der Allianz deutscher Designer (AGD) sieht in der Fassung von 2022 mindestens 105 € je Stunde für konzeptionelle und ausführende Designarbeit vor.

Die meisten Angebote sind am Ende Stunden mal Stundensatz. Ein Rechenbeispiel, keine Marktangabe: 40 Stunden für Konzept, Gestaltung, Umsetzung und Tests zu 90 € ergeben 3.600 € netto. 60 Stunden zu 110 € ergeben 6.600 €. Fragen Sie deshalb nach den geschätzten Stunden je Baustein. Dann sehen Sie, wo zwei Angebote wirklich auseinanderliegen.

Welche laufenden Website-Kosten kommen jedes Jahr dazu?

Die Erstellung zahlen Sie einmal, den Betrieb jedes Jahr. Diese Posten gehören dazu:

PostenTypische KostenBeispiel oder Quelle
Hosting (Speicherplatz auf einem Server)ab etwa 5 € im Monat; als Agentur-Paket laut Neuzeitwerber 20 bis 50 €ALL-INKL: 4,95 bis 24,95 € im Monat; Neuzeitwerber: 20 bis 50 € für Hosting und SSL
Domain (.de)rund 15 € im Jahr, bei vielen Hosting-Tarifen inklusiveIONOS: 1,30 € im Monat nach dem Aktionsjahr; Website-Wissen: ca. 15 € im Jahr; ALL-INKL: Domains im Tarif enthalten
SSL-Zertifikat (für https)meist im Hosting enthaltenIONOS Webhosting: Domain und SSL-Zertifikat inklusive
Wartung (Updates, Sicherungen, Sicherheit)von etwa 10 bis 20 € bis 300 € im MonatWebsite-Wissen: Wartungsverträge ab 10 bis 20 €; Marketing Planet: 50 bis 200 €; Neuzeitwerber: 100 bis 300 €
Lizenzen und Werkzeuge (Vorlagen, Erweiterungen, Terminbuchung, Cookie-Banner)je nach Ausstattung, laut Neuzeitwerber 30 bis 80 € im MonatNeuzeitwerber
Inhalte und Änderungennach AufwandStundensätze wie oben

Die Spannen bei der Wartung sind so groß, weil das Wort Unterschiedliches meint. Wartungsverträge ab 10 bis 20 € enthalten laut Website-Wissen zum Beispiel wöchentliche Updates. Teurere Pakete enthalten je nach Anbieter zusätzlich einen Ansprechpartner, kleine Änderungen oder Überwachung. Lassen Sie sich schriftlich geben, was enthalten ist.

Zwei Rechenbeispiele aus diesen Zahlen: Eine schlanke Website mit Hosting für 4,95 € inklusive Domain und einem Wartungsvertrag für 20 € kostet rund 300 € im Jahr. Mit Betreuung für 100 bis 300 € im Monat sind es 1.200 bis 3.600 € im Jahr. Rechnen Sie bei jedem Angebot über drei Jahre: Angebot A mit 1.500 € Erstellung und 99 € im Monat kostet 5.064 €, Angebot B mit 4.000 € und 25 € im Monat kostet 4.900 €. Das scheinbar teurere Angebot ist dann das günstigere.

Versteckte Kosten: Was in vielen Angeboten fehlt

  • Texte und Fotos. Gute Texte und eigene Fotos sind oft ein großer Teil der Arbeit. Klären Sie, wer sie liefert. Bilder aus Bilddatenbanken brauchen eine Lizenz.
  • Umzug der alten Website. Bei einem Neustart müssen alte Adressen auf die neuen umgeleitet werden. Google empfiehlt dafür dauerhafte Weiterleitungen (301), damit vorhandene Platzierungen nicht verloren gehen. Fehlt das im Angebot, fehlt Arbeit.
  • Rechtliches. Impressum, Datenschutzerklärung und ein Cookie-Hinweis, sobald Statistik- oder Werbedienste laufen. Wie teuer Kleinigkeiten werden können, zeigt ein Urteil des Landgerichts München I vom 20. Januar 2022: 100 € Schadensersatz, weil eine Website Schriftarten ohne Einwilligung direkt von Google-Servern lud. Danach verschickten Absender zahlreiche Forderungsschreiben über je 100 € an Websitebetreiber (Datenschutz-Notizen, Juni 2022).
  • Barrierefreiheit. Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für viele Online-Shops, Buchungsstrecken und Kontaktformulare, über die Verbraucher Verträge abschließen. Ausgenommen sind Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens 2 Mio. € Jahresumsatz, die Dienstleistungen erbringen (IHK Region Stuttgart). Wer betroffen ist, sollte es gleich mit einplanen.
  • Lizenzen für Vorlagen und Erweiterungen. Viele kosten jährlich. Fragen Sie, wer sie bezahlt und auf wessen Namen sie laufen.
  • Änderungen nach dem Start. Neue Leistung, neue Öffnungszeiten: Wie wird abgerechnet?
  • Bindung an den Anbieter. Mietmodelle mit langer Laufzeit sind nicht schlecht, aber prüfen Sie Kündigung und Herausgabe. Die IHK Potsdam warnt vor Anbietern, die Firmen Website-Verträge am Telefon oder vor Ort aufdrängen. Das Widerrufsrecht für Haustürgeschäfte gilt dabei nur für Verbraucher, nicht für Unternehmen.

Warum eine billige Website teuer werden kann

Eine Website soll Anfragen bringen. An drei Stellen sparen günstige Angebote oft am falschen Ende.

Ladezeit kostet Anfragen

Deloitte hat im Auftrag von Google 37 Marken-Websites mit über 30 Millionen Sitzungen ausgewertet („Milliseconds make millions“, 2020). Nach 0,1 Sekunden schnellerer mobiler Ladezeit stiegen die Käufe bei Händlern um 8,4 %. Bei Websites, die Anfragen sammeln, kamen 21,6 % mehr Besucher bis zur Formularseite. Google nutzt die Ladezeit-Messwerte (Core Web Vitals) außerdem in seinen Ranking-Systemen. Relevante Inhalte gehen laut Google aber vor.

Sicherheit braucht Pflege

Der Sicherheitsdienst Patchstack zählte 2025 im WordPress-Umfeld 11.334 neue Sicherheitslücken, 42 % mehr als im Vorjahr. 91 % steckten in Erweiterungen (Plugins), 46 % waren bei Bekanntwerden noch nicht behoben (Patchstack, Februar 2026). Eine Website ohne Wartung ist deshalb kein Sparmodell, sondern ein Risiko. Je weniger Erweiterungen, desto weniger Angriffsfläche.

Wer nicht gefunden wird, bekommt keine Anfragen

Saubere Seitentitel, eine Seite je Leistung, klare Antworten auf Kundenfragen und ein sichtbarer Kontaktweg kosten bei der Erstellung wenig, fehlen aber in vielen Billigangeboten. Dazu kommt ein neuer Weg zu Ihnen: Laut Bitkom nutzt die Hälfte der Internetnutzer zumindest gelegentlich KI-Chats statt klassischer Suchmaschinen (November 2025). Was Ihre Website dafür braucht, steht im Ratgeber In ChatGPT gefunden werden.

Passendes Angebot

Website mit festem Umfang

Schnell, gut auffindbar, mit klarem Weg zur Anfrage. Sie bekommen vor dem Start ein Angebot mit festem Umfang und Festpreis nach dem Erstgespräch.

Website erstellen lassen

Woran erkennen Sie ein gutes Website-Angebot?

Legen Sie zwei oder drei Angebote nebeneinander und prüfen Sie diese Punkte. Ein deutlich günstigeres Angebot ist nicht automatisch schlechter. Fragen Sie aber, welcher Punkt fehlt.

  • Umfang schriftlich: Anzahl Seiten, Funktionen, Anzahl der Korrekturrunden.
  • Preis je Baustein: Festpreis oder geschätzte Stunden je Baustein, damit Sie vergleichen können.
  • Texte und Fotos: Wer liefert sie und was kostet es, wenn der Anbieter schreibt oder fotografiert?
  • Grundlagen für Google: Seitentitel und Beschreibungen, saubere Überschriften, Sitemap, Anmeldung in der Google Search Console, Weiterleitungen beim Umzug.
  • Ladezeit als Ziel: gute Werte auf dem Handy, geprüft mit PageSpeed Insights.
  • Recht: Impressum, Datenschutzerklärung, Schriftarten vom eigenen Server, Cookie-Hinweis nur dort, wo Dienste ihn erfordern.
  • Eigentum: Domain auf Ihren Namen, alle Zugangsdaten bei Ihnen, Nutzungsrechte an Gestaltung, Texten und Bildern.
  • Laufende Kosten: Hosting und Wartung pro Monat, was enthalten ist, Laufzeit und Kündigung.
  • Nach dem Start: Einweisung, damit Sie kleine Änderungen selbst machen, und Preise für größere.
  • Weg zur Anfrage: Wie kommen Anfragen bei Ihnen an, und wer testet, dass das Formular funktioniert?

Wir arbeiten selbst nach dieser Liste: ein Angebot mit festem Umfang vor dem Start, und alles Gebaute gehört dem Kunden. Mehr dazu auf der Seite Website erstellen lassen.

Häufige Fragen

Was kostet eine einfache Website für ein kleines Unternehmen?

Für eine Firmenwebsite mit bis zu fünf Seiten nennen aktuelle Marktübersichten meist 2.500 bis 5.000 €, für einen One-Pager 1.000 bis 3.500 €. Mit einem Baukasten zahlen Sie ab etwa 7 € im Monat, bauen aber selbst. Dazu kommen laufende Kosten für Hosting, Domain und Wartung.

Wie hoch sind die laufenden Kosten einer Website pro Jahr?

Schlank sind es rund 60 € für Hosting mit Domain. Mit einem einfachen Wartungsvertrag liegen Sie bei etwa 300 € im Jahr, mit Betreuung durch einen Dienstleister bei 1.200 bis 3.600 €. Entscheidend ist, was in der Wartung enthalten ist.

Reicht ein Homepage-Baukasten für ein Unternehmen?

Für einen einfachen Auftritt mit wenigen Seiten oft ja, gerade am Anfang. Grenzen zeigen sich bei eigener Gestaltung, Funktionen und Schnittstellen. Prüfen Sie vorher, ob Sie Ihre Inhalte später mitnehmen können, und rechnen Sie Ihre eigene Arbeitszeit mit ein.

Warum sind Agenturen teurer als Freelancer?

Agenturen haben mehrere Fachleute für Text, Gestaltung und Technik im Team und können sich vertreten. Das zeigt sich im Stundensatz: Laut freelancermap lag der mittlere Satz in der Software- und Webentwicklung 2026 bei 90 €, eine Agentur-Übersicht nennt 100 bis 180 €. Vergleichen Sie, was im Preis enthalten ist, nicht nur den Endbetrag.

Was kostet ein kleiner Online-Shop?

Ein Mietshop wie Shopify kostet im Basic-Tarif 27 € im Monat bei jährlicher Zahlung, plus Gebühren ab 2,1 % und 0,30 € je Kartenzahlung. Ein individuell eingerichteter kleiner Shop liegt laut zwei Übersichten bei 3.000 bis 15.000 €. Laufend kommen Hosting, Wartung und Zahlungsgebühren dazu.

Was passiert, wenn ich den Webdesigner wechseln will?

Das hängt davon ab, was vorher geregelt ist. Läuft die Domain auf Ihren Namen, haben Sie alle Zugangsdaten und die Nutzungsrechte, ist ein Wechsel unkompliziert. Klären Sie diese drei Punkte deshalb vor der Unterschrift.

Brauche ich eine Website, wenn ich ein Google-Unternehmensprofil habe?

Das Profil ist kostenlos und für Suchen in Ihrer Nähe wichtig. Es ersetzt aber keine Website, auf der Sie Leistungen, Preise und Abläufe erklären. Wie Sie das Profil gut pflegen, steht in der Checkliste zum Google-Unternehmensprofil.

Quellen

Stand: Oktober 2026. Preise der Anbieter können sich jederzeit ändern. Keine Rechtsberatung.